Wissenschaft & Forschung
Zentrum für Alpine Waldwirtschaft
In den bayerischen Alpen erfüllen viele Wälder eine wichtige Schutzfunktion: Sie bewahren Dörfer, Straßen und andere Infrastruktur vor Lawinen, Steinschlag und Muren. Doch der Klimawandel setzt diese Schutzwälder stark unter Druck. Die Temperaturen steigen in den Alpen doppelt so schnell wie im weltweiten Durchschnitt, Gletscher schrumpfen, die Schneefallgrenze steigt und extreme Ereignisse nehmen zu. Gleichzeitig ist unklar, ob die Schutzwälder ihre Aufgabe in Zukunft noch zuverlässig erfüllen können.
Um diese Fragen zu beantworten, richtet die Technische Universität München mit der Förderung der Eva Mayr-Stihl Stiftung ein Zentrum für alpine Waldwirtschaft ein. In den kommenden viereinhalb Jahren untersuchen Forscherinnen und Forscher, wie der Klimawandel die Bergwälder beeinflusst und wie man ihre Schutzfunktion langfristig sichern kann.
Fünf Professorinnen und -Professoren bringen dafür unterschiedliche Fachrichtungen zusammen – von Klima- und Baumforschung über Waldmanagement bis hin zu Erdbeobachtung und sozioökonomische Fragen. Gemeinsam wollen sie besser verstehen, wie Bergwälder wachsen, wie sich ihre Schutzwirkung je nach Bewirtschaftung verändert und welche Erwartungen die Gesellschaft an diese Wälder stellt.
Das Ziel ist klar: Lösungen entwickeln, die die alpinen Wälder widerstandsfähiger machen und gleichzeitig ihren Wert für Menschen, Natur und als Rohstoffquelle erhalten.