Wissenschaft & Forschung

Altbuchen unter Trockenstress

Das Forschungsprojekt an der TU Dresden untersucht, wie Rotbuchen besser mit Trockenheit umgehen können. Dafür arbeiten mehrere Professuren aus Forst- und Geowissenschaften zusammen. Hintergrund ist der Klimawandel: Längere Trockenphasen belasten insbesondere alte Buchen stark, von denen viele bereits deutliche Schäden zeigen.


Eine mögliche forstliche Maßnahme ist das sogenannte „Auflichten“ von Buchenbeständen – also das gezielte Entfernen einzelner Bäume. So müssen die verbleibenden Bäume weniger um knappe Wasserressourcen konkurrieren. Bisher fehlen jedoch gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, wie sich unterschiedliche Formen des Auflichtens auswirken und welche Folgen sie langfristig haben.

Wissenschaftler auf der Versuchsfläche im Buchenwald
Exkursion zu einer Versuchsfläche im Rahmen des Kick-offs im Mai 2026

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden in den kommenden vier Jahren genaue Messungen zum Wachstum, zur Gesundheit, Wasserversorgung und Kohlenstoffspeicherung alter Buchen durchführen. Dabei werden verschiedene moderne Verfahren kombiniert: von der Erfassung des Zustands der Baumkronen über die Untersuchung des Wassertransports im Baum bis zur Messung der Bodenfeuchte und der Wurzelaktivität. Zusätzlich werden Fernerkundungsdaten genutzt, um Aussagen sowohl auf Ebene einzelner Bäume als auch für ganze Landschaften treffen zu können.


Als Grundlage dienen bestehende Versuchsflächen in der Dübener Heide sowie weitere sächsische Wälder, in denen bereits Auflichtungen vorgenommen wurden. Die enge Zusammenarbeit mit Sachsenforst und dem Bundesforst sorgt dafür, dass die Ergebnisse praxisnah anwendbar sind. Zudem arbeitet das Projekt mit der Nachwuchsgruppe zur waldbezogenen Umweltkommunikation zusammen, um Forschungsergebnisse verständlich und zielgerichtet aufzubereiten. Die gute Datenlage, bestehende Versuchsflächen und die erprobte interdisziplinäre Zusammenarbeit bieten ausgezeichnete Rahmenbedingungen.